Almut Katharina Zang

Tina Zang über ihre Mutter:

 

Almut Katharina Zang kam 1929 als Alma Erna Frey im damals noch polnischen Stryj auf die Welt. 1939 floh die Familie nach Schlesien, von wo sie im Winter 1945 vertrieben wurde. Nach dem Krieg arbeitete Almut zuerst in München, dann in Backnang als Sekretärin und Sängerin. 1958 heiratete sie Edgar Zang und bekam mit ihm zwei Kinder – meinen Bruder und mich.

 

Von Klein auf interessierte sie sich für Spirituelles und das vermittelte sie auch uns. Sie liebte die Natur, Tiere, Engel, Abenteuer, Umzüge (wir lebten immer nur wenige Jahre am selben Ort), Literatur, Gesang und alles, was wild und verrückt war. Ihr Lebensmotto war: „Es gibt nichts Schlechtes, was nicht auf Gute herauskommt.“

 

Trotz vieler gesundheitlicher Probleme war sie voller Energie, sprang dem Tod mehr als einmal von der Schippe und sorgte mit ihrem Temperament für jede Menge Wirbel.

 

1993 starb sie an den Folgen einer Operation. Sie hat mir viel Schönes und Wertvolles hinterlassen: Die Freude am Schreiben, Singen und Malen, einen unerschütterlichen Optimismus und den Wunsch, mehr zu sehen, als die Realität uns vorgaukelt. Ihr Humor hat mich nachhaltig geprägt und stand Pate, als ich die Karatehamster-Reihe schrieb.

 

Natürlich hatte sie auch Fehler und Schwächen. Ihre überbordende Fantasie spielte ihr so manchen Streich, und ihre Ängste suchten sich oft seltsame Ventile.

 

Langweilig war meine Kindheit also nie. Ich bin dankbar dafür, dass sie meine Mutter war. Mit großer Liebe habe ich eine Auswahl ihrer Gedichte zusammengefasst, um ihr viele Jahre nach ihrem Tod einen ihrer sehnlichsten Wünsche zu erfüllen: eine verlegte Autorin zu sein.

Bücher

Cover "Singe mit den wogenden Feldern"