Lilly Summerfield

Lilly Summerfield liebt Jane Austen, das Schreiben und Hunde. Die Idee zu „Das Jahr der Feder“ kam ihr auf einer ausgedehnten Südengland-Reise, als sie urplötzlich wusste: Hier wird mein erster Roman spielen! Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Großstadt; Schafe und Weißdornhecken mag sie aber trotzdem gern.

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Interview

Christine: "Das Jahr der Feder" ist dein Debütroman. Wie lange hast du gebraucht, um ihn zu schreiben?

 

Lilly: Ein knappes Jahr, dazu kam noch die Recherche. Aber da ich ein großer Jane-Austen-Fan bin und bereits viel Literatur zum England jener Zeit hatte, stellte das Recherchieren keine große Schwierigkeit mehr dar.

 

Christine: In meinem ersten Roman habe ich viel Persönliches verarbeitet. Eine der Hauptpersonen war mein Alter Ego. War das bei dir auch so? Identifizierst du dich stark mit Amelia? In welcher Hinsicht ähnelt sie dir?

 

Lilly: Amelia ähnelt mir in der Hinsicht, dass sie das Schreiben braucht, um sich vollständig zu fühlen. Aber als mein Alter Ego würde ich sie nicht bezeichnen. Zwar steckt in jeder Figur etwas vom Autor, denke ich, doch trotzdem bleiben es Figuren, die man nicht mit dem Autor verwechseln sollte.

 

Christine: Wer durfte dein Manuskript als erstes lesen?

 

Lilly: Die Kolleginnen aus meiner Autorengruppe. Nach ihrer Rückmeldung habe ich erst mal die Hälfte umgeschmissen und alles anders geschrieben - und geflucht! Jetzt aber bin ich heilfroh, dass ich professionelles und liebevoll-kritisches Feedback bekommen habe.

 

Christine: Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, welche Musik hast du zum „Jahr der Feder“ gehört?

 

Lilly: Sämtliche Soundtracks der Jane-Austen-Filme. Die waren eine sehr inspirierende und zugleich unaufdringliche Schreibmusik.

 

Christine: Wenn du deiner Hauptfigur Amelia einen Rat geben dürftest – welcher wäre das?

 

Lilly: Halte dich an Frauen wie Mrs. Howell, denn sie sind die Zukunft!

 

Christine: Würdest du gerne mit Amelia tauschen und ins England des frühen 19. Jahrhunderts schlüpfen?

 

Lilly: Nein. So idyllisch diese Zeit anmutet, so sehr hat sie die Frauen damals eingeschränkt und beengt. Für die Dauer eines Buches oder eines Films in diese Welt einzutauchen, ist wunderbar! Aber für immer? Lieber nicht.

 

Christine: Das ist wirklich das Schöne an Literatur, dass sie einem ermöglicht, sich für kurze Zeit in eine andere Welt zu träumen. Nun hoffe ich, dass viele Leserinnen in Amelias Welt eintauchen werden. Liebe Lilly, ich danke dir für das Gespräch.